Das Frei- und Hallenbad

in 49439 Steinfeld

Liebe Eltern, herzlich willkommen!


 

Kindern das Schwimmen beizubringen, ist uns eine ganz besondere Herzensangelegenheit.

Wir sind uns außerordentlich bewusst darüber, dass jeder Fachübungsleiter, jeder Schwimmlehrer es sprichwörtlich in der Hand hat, aus einem Kind einen wasserbegeisterten Schwimmer zu machen.


Infobox

Schwimmkurse finden bei uns immer statt von September bis April. Stets während der Hallenbadsaison.

Termine und Anmeldungen direkt im Hallenbad oder unter der Rufnummer: 05492 - 98 12 23 (Bitte während der Öffnungszeiten anrufen!)


Kurs A (Rolf)

Montags (15:00 - 15:45 Uhr) und samstags (10:00 - 10:45 Uhr). Insgesamt 15 Stunden (7,5 Wochen).

Kurs B (Marco)

Dienstags, mittwochs und freitags. (1. Gruppe 13:30 - 14:15 Uhr) und (2. Gruppe 14:15 - 15:00 Uhr). Insgesamt 15 Stunden (5 Wochen).


Wie wird aus einem Kind ein begeisterter Schwimmer?

Die Antwort ist recht einfach: Der Weg dahin, das Erlebte muss dem Kind förmlich „unter die Haut“ gehen, der Schwimmkurs soll ein aufregendes Abenteuer sein, was mit jeder Stunde spannender wird.

Daher wäre es auch falsch, schnell auf ein festgelegtes Ziel (Seepferdchen z.B.) hinzuarbeiten.

Der Weg ist nämlich das Ziel!

Welchen Sinn würde es macht, wenn einem frischgebackenen Seepferdchen die Lust am Schwimmen, der Spaß am nassen Element in den Stunden davor gründlich abhandengekommen ist?



In diesem Sinne heißt die Devise bei uns, die Kinder dazu einzuladen, die Über- und Unterwasserwelt gemeinsam zu entdecken; sie dabei zu inspirieren, zu motivieren und die Zaghaften zu ermutigen. Und jedem Kind dabei eine gewisse individuelle Freiheit zuzugestehen, selber kleine Entscheidungen zu treffen und das Tempo zu bestimmen.

Sie, liebe Eltern dürfen bei uns natürlich während der Stunden in der Halle verweilen, dass ist sogar ausdrücklich erwünscht.

Der Schwimmkurs soll etwas Besonderes sein, damit aus Ihrem Kind ein begeisterter Schwimmer wird. Ihr Kind für die Über- und Unterwasserwelt zu begeistern, ist Weg und Ziel zugleich. Das Erreichen des Seepferdchens ‚passiert‘ daher auch eher nebenher, was das Erleben dieses wunderbaren Augenblicks aber keineswegs schmälert.


Was steht dem womöglich im Wege?

„Die wichtigste Voraussetzung, dass ein Kind etwas erkennen oder erlernen kann, ist übrigens die Freiheit von Angst“ - Dipl. Pädagoge W. Bergmann (1)

Frei von Angst - Ein ängstliches Kind kann unmöglich etwas erlernen oder begreifen. Es wird versuchen der bedrohlichen Situation aus dem Weg zu gehen so gut es geht. Angst entsteht dadurch, dass ein alter archaischer Schaltkreis (Amygdala) im Hirn des Kindes aktiv wird. Gutes Zureden ist dann meistens zwecklos, weil das rationale logische Denken in solchen Stresssituationen so gut wie unmöglich ist. Besonders bei Kindern, da deren ‚Ratio‘ ja noch am Anfang der Entwicklung steht.

Wassergewöhnt - Damit Ängste gar nicht erst aufkommen, ist eine Wassergewöhnung so wichtig wie das Fundament für ein solides Haus. Ein wassergewöhntes Kind erkennt man deutlich daran, dass es mit Spaß und Freude in stehtiefes, flaches Wasser springen kann. Und ebenso mit dem Kopf untertauchen kann. Auch ist es ein enorm großer Vorteil, wenn das Kind das Schwimmbad (und den Schwimmlehrer) bereits kennt, und kein unbekannter Ort darstellt. Ist das Schwimmbad erst einmal spielerisch erobert, ist die erste Schwimmstunde kaum noch abzuwarten.

Mit fünf Jahren - Die Entwicklung des Kleinhirnes ist bei Kindern mit zirka fünf Jahren soweit abgeschlossen, dass das Gleichgewicht (liegen, gleiten auf dem Wasser) gehalten und Bewegungsabläufe (Schwimmbewegung) erlernt und umgesetzt werden können. Ist diese Entwicklung noch nicht ganz abgeschlossen, kann man üben so lange wie man möchte. Das Umsetzen einer Bewegung ist dann praktisch unmöglich, auch wenn der Ablauf im Kopf schon abgespeichert ist.

Mehr dazu:  https://www.kindererziehung.com/Paedagogik/Entwicklung/Motorik.php

Umso später, desto besser - Um etwas zu erlernen und im Gedächtnis zu behalten, muss es im Gehirn archiviert und abgespeichert werden. Die Region die dafür zuständig ist, nennt sich Hippocampus. Damit Informationen diesen überhaupt erreichen, bzw. von hier erlerntes wieder abgerufen werden kann, wird eine Datenbahn genutzt, die bis zu unserem dritten Geburtstag noch kaum vorhanden ist. Diese Datenbahn nennt sich Fornix und entsteht im Kleinkindalter wie ein kleiner noch unscheinbarer Pfad, aus dem sich in den kommenden Jahren aber eine beachtliche Daten-Autobahn entwickelt.

„Um den Hippocampus […] einzubinden, ist eine ganze Datenautobahn vonnöten. Ein dicker, aus Nervenfasern bestehender Strang namens ‚Fornix‘ leitet Informationen vom Hippocampus zum basalen Vorderhirn […] weiter. Er beginnt erst im dritten Lebensjahr seine normale Arbeitsgeschwindigkeit aufzunehmen […] Voll funktionstüchtig ist die Fornixbahn erst im Alter von etwa sechs Jahren. Das sollten sich Eltern, Erzieher und Lehrer immer wieder vor Augen halten.“ (2)


Text: M. Bremert


Quellen:

(1) Dipl. Pädagoge Wolfgang Bergmann "Halt mich fest, dann werd ich stark. Wie Kinder fühlen und lernen" ISBN: 978-3-629-02191-5

(2) Neurobiologe Prof. Dr. Martin Korte "Wir sind Gedächtnis: Wie unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind“ ISBN: 978-3421044358




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